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     Fischen in der Greyzone, ein außergewöhnlicher Titel für einen Bericht? Keineswegs!
     Bei der Greyzone handelt es sich um ein Naturschutzgebiet
     an einem meiner in Franken liegenden Hausgewässer,
     welches man seit einigen Jahren "nicht mehr befischen darf".
     Vor einigen Jahren konnte man hier noch wahre Sternstunden inmitten der Natur,
     umgeben von rießigen Schilfgürteln erleben.
     Massenfänge waren keine Seltenheit,
     da sich die Fische im Frühjahr in diesem Gebiet versammelten
     um sich am seichtesten Teil des Sees zu sonnen und später ihr Laichgeschäft zu vollbringen.

     Aber warum nun genau Greyzone?
     Einer der größten und am besten befischbaren Plätze dieses Gebiets
     wurde vor einigen Jahren weggebaggert.
     Zurück blieb ein ca. 2 Meter breiter und maximal 40 cm tiefer Graben,
     mit dem eigentlich keiner so wirklich etwas anzufangen wusste.
     Ein Schild mit der Aufschrift ANGELVERBOT und einem Pfeil wurde errichtet.

     Aber moment mal "eigentlich" zeigt das Schild nur auf den weggebaggerten alten Angelplatz.
     Verfolgt man die Route des Pfeils, so findet sich dennoch der ein oder andere befischbare Platz.
     In einer Wurfweite von ca. 100 Metern ist es immernoch möglich
     den am gegenüberliegenden Ufer liegenden Schilfgürtel zu befischen.
     Momentan wird am gesamten See recht wenig gefangen,
     nur einige Satzkarpfen lassen sich zum Landgang überreden.
     Da dachte ich mir wieso nicht mal wieder einen dieser Plätze befischen?

     Zu der Zeit hatte ich gerade Berufsschule und konnte so durch das verfrühte heimkommen,
     Abends noch ein paar Stunden am Wasser verbringen.
     Gegen 17 Uhr kam ich am See an, jedoch war einer meiner favourisierten Plätze schon belegt,
     was sich später jedoch zum Guten herausstellte.
     Also baute ich mein Tackle in noch geringerer weite zum "Angelverbot" auf.
     Die Ruten waren schnell beködert und so fanden sich nach wenigen Minuten meine Montagen
     auf tiefen zwischen 1 und 2 Metern wieder.
     Als Köder kamen meine frisch gerollten 14 mm Ananas Murmeln zum Einsatz,
     die mir einige Wochen davor schon meine ersten Fische für 2010 bescherten.
     Mit dem Feedmaster flogen kurz darauf auch noch einige BB - Dracula Pellets ins Wasser.

     

     Bereits nach einer halben Stunde ertönte meine ATT - Box mit den ersten Piepern.
     Anschlag, und sitzt! Geil, dachte ich mir, da am See die meisten Fische nur Nachts gefangen wurden.
     Nach wenigen Minuten umfasste das Netz des Keschers den ersten Fisch 2010 aus der Greyzone.
     Von einem benachbarten Angler wurden schnell einige Bilder geschossen
     und der fisch behutsam in sein Element entlassen.
     Ein kurzer Tratsch, da sah ich auch schon wie sich die Rutenspitze erneut nach unten neigte.
     Bereits nach dem ersten Ton war ich an der Rute und hatte Kontakt zum Fisch.
     Als dieser versorgt und wieder released wurde, kam auch schon die erste Frage,
     mit welchen Murmeln fischst du eigentlich?
     Selbstverständlich klärte ich ihn auf und erzählte ihm so einiges über die Firma
     und die Produktion meiner Boilies.
     5 Stunden nachdem ich meine Köder platziert hatte, konnte ich 5 Spiegler auf der Haben Seite verbuchen.
     Über die Größe lässt sich bekanntlich streiten,
     jedoch ist diese meistens zweitrangig bei solch schönen Fischen.
     Am nächsten Tag fuhr ich natürlich wieder ans Wasser
     um eventuell die Strecke vom Vortag weiterzuführen,
     wie ich sie beendet habe.
     Jedoch machte mir dass Wetter einen Strich durch die Rechnung.
     Nach einer Stunde begann es bereits zu Regnen und Sonnenstrahlen kamen den ganzen Tag
     nur ab und zu durch die immer dunkler werdenden Wolkenschichten hindurch.
     Ohne Schirm oder Zelt platzierte ich mich und meine Taschen unter einen Baum.
     Bedeckt mit einem Handtuch gegen die Feuchtigkeit,
     besuchte mich ein Kumpel vom Anderen Ende des Sees.
     Ein kurzer Smalltalk war schnell vollzogen und so bewegte sich dann doch noch endlich meine Rutenspitze.
     Kurz darauf, Vollrun! 10 Minuten war ich mit der „Kampfsau mit dem Rießenpadde“l beschäftigt.
     Als Sieger ging am Ende Gott sei Dank ich hervor.
     Kurze Fotosession und zurück ins Wasser.

     Es begann immer mehr zu regnen und so beschloss ich dann
     doch meine 7 Sachen zusammenzupacken und nach Hause zu fahren.
     Gerade als ich die Rute aus dem Wasser kurbeln wollte, pfiff diese noch einmal ab.
     Zum Vorschein kam dann ein kleiner Schuppenkarpfen,
     worauf ich sehr stolz bin da diese hier sehr selten vorkommen.
     mit diesem Fisch endet dann auch mein erster kleiner Bericht aus der Greyzone,
     ich hoffe euch in den nächsten Wochen und Monaten mehr aus diesem Bereich berichten zu können

     in diesem Sinne

     tight lines

     Gruß Robin

                 

           

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